Zum internationalen Frauentag am 08.03.2014 über...

 

DAS LEIDEN DER VERKAUFTEN VIETNAMESISCHEN FRAUEN IN CHINA

 

TKT/MRVN

 

Im Dezember 2013 veröffentlichte eine lokale Zeitung in Fuzhou/Fujian (China) einen Artikel über das tragische Schicksal von 3 umhertreibenden verwirrten Frauen, die  nacheinander von der Polizei auf die Straßen von Fuzhou aufgelesen wurden. Man wusste nicht, woher sie kamen, wie sie hießen, wie alt sie waren und was sie vorher machten. 

 

Auffallend war, dass die obdachlosen, namenlosen, desorientierten Frauen eins gemeinsam hatten: sie konnten nur zwei Worten sagen: Viet Nam, Viet Nam …

 

Der Zeitungartikel erweckte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und allmählich wurde die Geschichte der Frauen aufgeklärt:

 

Mitte 2011 wurde die erste Frau in die psychiatrische Klinik der Stadt Fuzhou eingeliefert. Die Patientin war verwirrt und volle Angst. Abgesehen von den zwei Worten "Viet Nam" konnte sie nichts sagen und schien nichts zu verstehen 1).

 

Die Ärzte waren ratlos und gaben ihr einen chinesischen Namen. Sie hielten sie für eine geistig behinderte Chinesin, die aus einem Heim entlaufen war. 

 

Im Juli 2012 wurde eine zweite. Frau von der Polizei in die Klinik gebracht. Die völlig nackte Frau irrte in einem erbärmlichen Zustand auf die Straße umher, auch  desorientiert, brachte auch nur zwei Worte hervor: Viet Nam, Viet Nam...(2)

 

Auch von ihr erfuhr man nichts Weiteres. Sie wurde für eine psychisch kranke Chinesin gehalten. Man gab ihr einen chinesischen Namen.

 

Erst später - wegen der ähnlichen Symptomatik- kamen die Ärzte auf die Idee, die beiden Frauen zusammen zu bringen. Von da an ging es den beiden "Patientinnen" besser. Sie erkannten, dass sie beide Vietnamesinnen waren, konnten sich  unterhalten und so besserte sich allmählich ihr psychischer Zustand. 

 

Bevor die Zusammenhänge vollständig geklärt waren, wurde Anfang 2013 noch eine dritte Frau von der Polizei in die Klinik gebracht. Die namenlose, halbnackte,  verstörte Person war noch in einer schlechteren Verfassung. Merkwürdigerweise konnte sie auch nur zwei Worte: Việt am, Việt Nam... 3). 

 

Erst jetzt kamen ihre identischen tragischen Geschichten ans Licht.

 

Alle drei waren Vietnamesinnen, die von chinesischen Männern gekauft und später brutal abgestoßen wurden.

 

Die erste Frau, thị Hà, geboren 1990, aus Bắc Giang, "heiratete" Anfang 2011 einen taubstummen Chinesen. Eine verbale Kommunikation zwischen den beiden war von Anfang an nicht möglich. Frau Hà  konnte wegen einer körperlichen Behinderung in Vietnam nur leichte Hausarbeit erledigen.

 

In China verlangte aber Ihr "Mann", dass sie schwere körperliche Arbeit auf dem Feld verrichtete (sie müsse doch etwas Geld verdienen, damit sich "seine Investition" lohne. Er habe sie doch gekauft!). Frau Hà konnte nicht so arbeiten, wie ihr Mann es wollte. So wurde sie von dem brutalen Mann mehrmals krankenhausreif mit Knochenbrüchen geschlagen. Ein paar Monate nach der "Heirat" wurde sie  ohne Papier und ohne Gepäck aus dem Haus  geworfen  und lebte  bis zur Aufnahme ins Krankenhaus auf der Straße.

 

Die zweite Frau, Mai Thị Sự, geboren 1966, aus Hải Phòng war noch verwirrter, konnte ihre Geschichte nicht vollständig erzählen. Wahrscheinlich wurde sie 1991  von einem alten chinesischen Mann gekauft, danach mehrmals an verschiedenen Männer “weitergereicht” .Schließlich wurde sie auf die Straße gesetzt.

 

Die dritte Frau, Trịnh Thị Hoa, geboren 1986, aus Bắc Giang, wurde Juni 2008 nach China entführt und verkauft. In Vietnam galt sie als verschollen. In China musste sie schwere Landarbeit machen. Nach vier Jahren setzte man sie ohne Gepäck, Geld und Papier einfach auf die Straße, nachdem sie wegen Erschöpfung auf dem Feld zusammengebrochen war7).

 

Ehefrau oder Arbeitssklaven ?

 

Die Frauen konnten nicht sagen, wie viel Geld sie den "Ehemännern" gekostet hatten. Aus anderen Quellen ist bekannt, dass der All-Inklusive-Preis für solche „Ehe“ bis 60000 Yuan, (ca. 7300 €) liegt 7). Für die armen chinesischen Bauer oder Waldarbeiter in der Provinz Fujian ist das schon ein stolzer Preis, aber in der Regel  auch eine lohnende Investition: Der Mann erwartet, dass die Frau ein Kind für ihn gebärt und für ihn lebenslang ohne Bezahlung arbeitet. So war die “Ehe” nichts Anderes als ein Menschenhandel, die „Ehefrau“ eine rechtlose Arbeitsslavin.

Was bekommen die Eltern der Frau, wenn sie ihre Tochter nach China „verheiraten“? Ein Hochzeitfest und etwas Geld, 10-20 Millionen vietnamesischen Đồng (ca. 350-700 €), mehr nicht! Den Löwenanteil des Kaufpreises kassieren die „Heiratsvermittler“ 7).

 

Das Schlusswort: Wer trägt die Verantwortung?

 

Die Geschichten der drei Frauen sind unsäglich tragisch. Die Frauen bleiben aber  zumindest am Leben und dürfen wahrscheinlich nach Vietnam zurückkehren. Eine andere ähnliche Geschichte endete mit Selbstmord, weil die Frau das Leiden nicht länger ertragen konnte und keinen Ausweg aus ihrer Situation fand. Einsam und isoliert in einem fremden Land, musste andere Frau täglich die Schläge des Mannes neben der schweren Arbeit ertragen5). Ohne Geld und ohne Papier konnte sie nicht nach Vietnam zurück, weil ihr der Reisepass bereits vorsorglich von dem Mann abgenommen war 4).

 

Trotz der vielen Horrormeldungen gehen jährlich tausende junger vietnamesischer Frauen in solchen Ehen ein. Was treiben sie zu dieser riskanten Entscheidung, die so häufig schrecklich endet?

Sicher sehen viele Frauen in der Heirat mit einem Ausländer die letzte Chance in ihrem Leben. Die menschenunwürdige Situation in Vietnam zwingt die Menschen dazu, das Land zu verlassen, koste es was wolle.

 

Die vietnamesische Regierung und Ihre Auslandsvertretung sind zu korrupt und zu unfähig, um ihre Bürger im Ausland zu schützen. Das Gesetz ist zu lasch, um diesen Menschenhandel zu unterbinden oder zumindest zu kontrollieren, der als „Heiratsvermittlung“ angepriesen wird.

 

Und das aufnehmende Land China? Das Land erlaubt den Männern, die Frauen - wie in den erwähnten Fällen geschildert - als Arbeitsslaven zu kaufen und sie auszubeuten6). Wenn die Frauen nichts mehr können, wenn sie körperlich und seelisch am Ende sind, werden sie ohne eine Spur von Menschlichkeit wie Müll am Straßenrand weggeworfen8).  

 

So ein Verhalten dürfen wir nicht zulassen. Die Rechte der Frau müssen überall auf der Welt-auch in Vietnam und China-respektiert werden.

 

TKT/Feb.2014

 

Aus den vietnamesischen Medien:

 

1)    http://m.tuoitre.vn/tin-tuc/The-gioi/The-gioi/213750,Ba-co-dau-Viet-tai-Trung-Quoc-keu-cuu.ttm:

 

Không ai biết dâu Vietnam khitỏ ra sợ sệt, luôn trong trạng thái của người mất trí, chântay bị tật. Suốt gần một năm đầu tiênbệnh viện Hà chỉ nói hai tiếng “Việt Nam.

 

2)    http://m.tuoitre.vn/tin-tuc/The-gioi/The-gioi/213750,Ba-co-dau-Viet-tai-Trung-Quoc-keu-cuu.ttm:

 

Cảnh sát Phúc Châu phát hiện thêm Mai Thị Sự ( khi xưng Nai, sinh năm 1966, quêHải Phòng) đang vất vưởng ngoài đường, trên người không mảnh áo quần và trong trạng thái tâm thần hoảng loạn nặng hơn Hà, nhưng lại cũng chỉ nói được hai tiếng “Việt Nam”.

 

3)    http://m.tuoitre.vn/tin-tuc/The-gioi/The-gioi/213750,Ba-co-dau-Viet-tai-Trung-Quoc-keu-cuu.ttm:

 

cảnh sát Phúc Châu lại phát hiện một phụ nữ khác đang lang thang trên đường phố, quần áo rách rưới với tình trạng tâm rất tồi tệ, và cũng chỉ luôn miệng hai tiếng “Việt Nam”.

 

 

4)    http://m.tuoitre.vn/tin-tuc/Phong-su-Ky-su/214842,Vo-mong-lam-dau-Trung-Quoc.ttm:

 

Mua được con gái Việt Nam về làm vợ tốn nhiều tiền, ai cũng sợ dâu bị bắt về hoặc bỏ trốn thế tất cả các dâu đều bị nhà chồng giữ chặt hộ chiếu.

 

5)    http://m.tuoitre.vn/tin-tuc/Phong-su-Ky-su/214842,Vo-mong-lam-dau-Trung-Quoc.ttm:

 

Hương chỉ dám gặp chúng tôinhà Yến - một dâu Việt cùng xóm - sợ nhà chồng phát hiện sẽ đánh đòn. “ đánh em dữ lắm, được tháng đầu còn nương nương, sau thì không vừa ý đánhTháng đầu tiên, Dương làm được 800 tệ thì mẹ chồng bắt nộp lại 400 tệ tiền giữ con. Ky cóp được 2.000 tệ định gửi về cho gia đình thì bị chồng chặn lại, đánh cho một trận ngất xỉu.

 

 

6)    http://m.tuoitre.vn/tin-tuc/Chinh-tri-Xa-hoi/Chinh-tri-Xa-hoi/215174,Nham-mat-lay-chong-Trung-Quoc.ttm:

 

Trong khi các dâu Việt mục đích sang đây kiếm thêm tiền gửi về giúp gia đình thì đa số nhà chồng Trung Quốc đều nghèo, họ muốn con dâu phải làm để trả nợgiá nào gia đình chồng cũng phải giữ chặt con dâu Việt như một món hàng đã mua với giá cao.

 

7)    http://m.tuoitre.vn/tin-tuc/Chinh-tri-Xa-hoi/Chinh-tri-Xa-hoi/215174,Nham-mat-lay-chong-Trung-Quoc.ttm:

 

Ông Trần cho biết giá trọn gói mua vợ VN hiện 55.000 tệ nhưng năm tới sẽ lên 60.000 (hơn 200 triệu đồng tiền Việt). Nhưng éo le số tiền ấy bị rất nhiều khâu môi giớicắnmất.

 

8)    http://m.tuoitre.vn/tin-tuc/The-gioi/The-gioi/214254,Doan-truong-ba-co-dau-Viet-bi-day-ai.ttm: 

 

sức chống chọi cạn kiệt, Hoa ngất xỉu trên đồng mía vào một ngày mùa đông năm 2012. Được đưa vào trạm , nhưng ngay trong ngày đầu tiên sau khi được truyền dịch sức khỏe không khả quan, Hoa bị đem lên xe chở đivứt lại bên vệ đường